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Benutzername: hasirasi2
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Bewertungen

Insgesamt 360 Bewertungen
Bewertung vom 15.02.2019
Marlene und die Suche nach Liebe
Gortner, C. W.

Marlene und die Suche nach Liebe


ausgezeichnet

Wer war Marlene Dietrich?

Diese Frage versucht C. W. Gortner mit seinem Roman „Marlene und die Suche nach Liebe“ zu beantworten. Ich muss zugeben, ich wusste nicht viel über „die Dietrich“, kannte ihren Film „Der blaue Engel“ und das Lied „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, hatte sofort ihr Erscheinungsbild im Kopf und ihre markante Stimme im Ohr. Zufällig habe ich erst vor kurzem gelesen, dass sie eine Schwester hatte und sich im 2. WK gegen die Nazis stark machte. Sie war eine Frau, die Eindruck hinterließ. „Dich kann man nicht verlassen, Marlene, weil man Dich nicht vergessen kann.“ (S. 195).

Dabei sollte sie nach dem Willen ihrer perfektionistischen und alles kontrollierenden Mutter eigentlich Konzertgeigerin werden. „ ... wenn man echtes Talent besitzt, kann man fast alles erreichen. ... Möchtest du dein Leben selbst bestimmen oder soll das Leben über dich bestimmen?“ (S. 65) Aus einer Uhrmacherdynastie stammend und früh verwitwet, stellt sie an Marlene (eigentlich Marie Magdalene Dietrich) und deren ältere Schwester Liesel höchste Ansprüche und war fast nie mit ihnen zufrieden.

Marlene beginnt ihre Karriere ganz unten, spielt in Filmorchestern, tritt in zwielichtigen Revuen und Kabaretts auf, macht Werbefotos, besucht eine Schauspielschule. Sie hat etwas, was Männer und Frauen gleichermaßen anzieht. „Du bist keine Frau. Du bist ... du bist irgendwas anderes.“ (S. 313) Sie legt sich bei ihren Affären nicht auf ein Geschlecht fest. Marlene liebt bestimmte Menschen – ihr ist egal ob das dann ein Mann oder eine Frau ist. Eines Tages spricht sie der Aufnahmeleiter Rudolf Sieber an und vermittelt ihr die erste Nebenrolle. Monatelang wirbt er um sie, schließlich heiraten sie und bekommen eine Tochter – Heidede. Doch Marlene will keine Hausfrau und Mutter sein, sie will berühmt werden! Ihr Mann und ihre Tochter bleiben dabei auf der Strecke.

Man merkt dem Buch an, dass es ein Mann geschrieben hat. Die Sexszenen sind sehr explizit beschrieben – aber Marlene benahm sich anscheinenden sowieso eher wie ein Mann als wie eine Frau. Sie bevorzugte Anzüge, hatte ein großes Selbstbewusstsein, ließ sich von kaum jemanden etwas sagen, wollte über ihre Rollen und Kostüme selbst bestimmen. Dezidiert zählt er auf, wann sie mit wem welchen Film gedreht hat und was dabei alles passiert ist – an diesen Stellen glich das Buch eher einer Biografie als einem Roman.
Gortner schreibt in der Ich-Perspektive, lässt Marlene ihren Aufstieg und die Rückschläge selbst erzählen, von ihren dauernden Hungerkuren und Sportexzessen, um ja dünn genug zu sein. Trotzdem bekam ich keinen wirklichen Zugang zu ihren Gedanken und Gefühlen, fühlte mich beim Lesen von ihrem Leben ausgeschlossen. Marlene kommt nicht besonders sympathisch rüber. Ich hatte das Gefühl, sie suchte keine Liebe, sondern Leidenschaft und Sex, Erfolg und Geld.
Aber ich war fasziniert, mit welchen Berühmtheiten sie verkehrte und was sie im 2. WK geleistet hat, darüber hätte ich gern mehr gelesen. Etwas schade fand ich, dass das Buch 1946 endet, als ihre große Zeit beim Film vorbei ist. Auch über ihre Beziehungen zu Menschen wie Hemingway, Remarque oder Wells hätte ich gern mehr erfahren.
Auch wenn ich keinen richtigen Zugang zu Marlene bekommen habe, beschreibt Gortner die Zeit, Orte und Filmbranche sehr lebendig, die miesen Absteigen, in denen Marlene wohnt, die windigen Clubs und Flüsterkneipen, die Amüsierlokale und Transvestiten-Shows, die homosexuelle Szene und ihre Erkennungszeichen.
„Ich bin immer noch Lena. Die Dietrich ist eine Illusion. Nichts als gutes Licht und Schminke.“ (S. 325)

Bewertung vom 12.02.2019
Unsere besten Waffeln
Pluppins, Benjamin; Pluppins, Theres

Unsere besten Waffeln


ausgezeichnet

Geht es Euch auch so, dass Euer Waffeleisen meist nur im Schrank verstaubt? Dabei gehen Waffeln schnell, sind lecker, sehen gut aus und machen satt. Dieses Kochbuch eines Foodblog-Paares zeigt sehr unterschiedliche und vielseitige Rezepte, sodass sowohl die Zuckergoscherln als auch herzhaften Leckermäuler ihr neues Lieblingsrezept finden sollten.
Für alle Neulinge gibt es zu Beginn Tipps und Tricks, was warum schiefgehen könnte und wie man genau das vermeidet. Ich finde es gut, dass sie auch erwähnen, dass ein Waffeleisen nicht zwingend teuer sein muss – das Backergebnis zählt.

Besonders gefallen hat mir, dass im Buch neben Klassikern viele neue, zum Teil sehr ausgefallene Rezepte zu finden sind. Seien es Bienenstich-, Churro-, Brioch- oder Zucchiniwaffeln. Besonders ausgefallen sind die Kartoffelwaffeln, für die man einfach den restlichen Kartoffelbrei vom Vortag verwenden kann, und die Macaroni and Cheese-Waffeln, die wirklich aus Nudeln und Käse bestehen. Es gibt aber auch Low-Carb, gluten- und fettfreie Rezepte.

Eines unserer Highlights sind die Orangenwaffeln. Der Clou dabei ist die selbstgemachte schnelle Orangenmarmelade aus frischen Orangen, die zuerst karamellisiert und dann mit einer ordentlichen Portion Orangelikör abgelöscht werden.
Meinem Mann schmecken die Sirupwaffeln mit Zwiebeln und Bacon am besten. Auf die Idee, Waffeln mit Ahornsirup und Schinken zu kombinieren, waren wir bis dato noch nicht gekommen.

5 Waffeln und unsere Nachkochempfehlung für dieses tolle Buch.

Bewertung vom 29.01.2019
Nächte, in denen Sturm aufzieht
Moyes, Jojo

Nächte, in denen Sturm aufzieht


sehr gut

Kathleen ist 76 und betreibt in Silver Bay (Australien) eine kleine Familienpension, die ihre beste Zeit längst hinter sich hat: „Es stand da wie ein schweigendes Mahnmal einer längst vergessenen Zeit.“ (S. 376). Berühmt geworden sind Kathleen und das Hotel vor vielen Jahren, als sie mit 17 einen riesigen Ammenhai fing.
Silver Bay ist in winziger, abgeschiedener Ort am A* der Welt und schon etwas heruntergekommen. Hier macht man nur Urlaub, wenn man seine Ruhe sucht oder eine der berühmten Delphin- oder Walsichtungsfahrten machen will. Solche Touren bietet auch Kathleens Nichte Liza an, die mit ihrer 10jährigen Tochter Hannah bei ihr lebt. Liza und Hannah sind vor Jahren völlig verstört in Silver Bay angekommen. Seit dem scheint sich Liza hier vor der Welt zu verstecken, gefangen in einem Schmerz, an dem sie ihre Umwelt nicht teilhaben lässt. Nur ganz wenige wissen, was sie hierher verschlagen hat.

Eines Tages mietet sich der Engländer Mike bei Kathleen ein. Er passt zwar eigentlich nicht zu ihnen, aber seine ruhige Art nimmt die Anderen schon bald für sich ein, er gehört quasi zur Familie. Vor allem Hannah schwärmt für ihn, da er ihr seinen Laptop und damit das Internet zugänglich macht. Sie ist sehr klug und wissbegierig, verblüfft Mike immer wieder mit ihrem Wissen über die Meeressäuger. Auch Liza öffnet sich ihm langsam. Doch dann kommt heraus, warum Mike in Silver Bay ist und alles ändert sich „Für ein stilles Wasser haben Sie hier ganz schön für Aufruhr gesorgt.“ (S. 234)

„Nächte, in denen Sturm aufzieht“ ist ganz anders als die bisherigen Bücher von Jojo Moyes. In überwiegend ruhigen Bildern schildert sie das Leben der Leute an diesem einsamen Fleckchen der Erde. Silver Bay liegt in einer geschützten Bucht, die regelmäßig von Delphinen besucht wird. Draußen im offenen Meer ziehen schon immer Wale auf ihrer Migrationsroute vorbei. Die Bewohner bezeichnen sich selber als „Waljäger“, die Tiere sicher(te)n ihren Lebensunterhalt. Früher haben sie die Tiere geschlachtet, heute fahren sie Besucher zu Besichtigungen raus.

Die Protagonisten mochte ich sehr, sie hallen immer noch in mir nach. Kathleen ist eine gestandene Frau mit einer rauen Schale, aber einen weichen Kern. Sie hat Liza damals ins Leben zurückgeholt und ihr durch die Walfahrten einen weiteren Sinn gegeben, denn auf dem Wasser fühlt sich Liza frei. Doch Liza zieht sich immer noch oft zurück, sie hat nie verwunden (sich nie verziehen) was damals passiert ist. Ihre Tochter Hannah nimmt darauf Rücksicht und steckt regelmäßig zurück, wird dafür aber von den anderen Walfängern verhätschelt – sie alle sind ihre Familie. Mike ist ein sehr rationaler Mensch und war noch nie richtig verliebt. Eigentlich kommt er zum Arbeiten nach Silver Bay, aber dann verliebt er sich in den Ort und die Menschen und wirft alle Pläne um.

Ich kann mir das Buch sehr gut als Film vorstellen – wenn ich an die Bilder mit den Walen und Delphinen denke und an Lizas Geschichte, die sich dem Leser nach und nach offenbart, bekomme ich Gänsehaut. Leider war mir das Buch an einigen Stellen zu ausufernd (würde bei einer Verfilmung ja aber gestrafft werden). Die Autorin bringt z.B. viele geschichtliche und wirtschaftliche Hintergründe zum Walfang in Australien unter, das ist zwar interessant, aber für die Handlung nicht notwendig. Trotzdem fand ich den Aspekt von Natur- und Tierschutz, unser Umgehen mit der Umwelt, unsere Verantwortung diesbezüglich sehr interessant.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 09.01.2019
Die Sommer meines Lebens
Valpy, Fiona

Die Sommer meines Lebens


ausgezeichnet

Gefühlsachterbahn

„Bitte, Kendra. Mir läuft die Zeit davon. Würdest Du meine Geschichte aufschreiben, bevor es zu spät ist, bevor ich alles vergesse und niemand mehr da ist, der es erzählen kann?“ (S. 18) bitte Ella ihre Enkelin. Dabei hat diese selbst genug Probleme. Ihr Mann Dan findet nach seiner Entlassung keine neue Arbeit und ihr autistischer Sohn Finn belastet ihre Beziehung extrem: „Es fühlt sich an, als würde jeder von uns in einem Meer voller Sorgen ertrinken und wäre nicht in der Lage, den Arm auszustrecken und den anderen ans rettende Ufer zu ziehen.“ (S. 13) Doch Ella hat vorgesorgt und ihre Erinnerungen auf Band gesprochen, zudem gibt sie ihr Foto-Alben und Briefe mit. Kendra ist schnell von ihrer Vergangenheit gefesselt und stellt fest, dass sie kaum etwas über das Leben ihrer Großmutter wusste.

Ella verbringt den Sommer 1938 auf der Île de Ré bei einer Freundin ihrer Mutter. Deren Zwillinge Christophe und Caroline sind im gleichen Alter wie sie. Das Trio versteht sich sofort, aus Ella und Christophe wird ein Paar. Dieser erste gemeinsame Sommer, ihre erste große Liebe ist wie ein Traum. Sie leben auf der Insel wie in einer Blase, lassen die Welt, das Kriegstreiben außen vor. Sie genießen den Moment und schmieden Zukunftspläne. „... in jenem Sommer verliebte ich mich in das Leben selbst, ... nicht nur in die Insel und die Familie ..., sondern in die Möglichkeiten und die Hoffnung, die das Leben in sich birgt. Auf einmal ahnte ich, was das Leben sein könnte.“ (S. 55) Als Ella im Herbst zurück nach Edinburgh muss verspricht sie, dass sie im nächsten Sommer wiederkehrt.
1939 besucht Ella die Zwillinge in Paris. „In diesem Sommer in Paris lagen Normalität und eine wachsende Beunruhigung dicht beieinander.“ (S. 99) Sie hat ihre Ausbildung beendet und will sich eine Arbeit in Christophes Nähe suchen, doch da bricht der Krieg aus und sie muss nach Hause. Ab da beginnt ein Auf und Ab der Gefühle, ein Hoffen, Bangen und Sehnen, dass der Krieg bald vorbei ist und sie sich gesund wiedersehen, endlich ihr gemeinsames Leben beginnen können.

Ohne zu viel zu verraten möchte ich erwähnen, dass Ellas Geschichte nicht 1945 endet, also keine reine Kriegs-(Liebes-)erzählung ist.
Außerdem bringen Ellas Erinnerungen Kendra dazu, über ihr eigenes Leben und ihre Ehe, die Schwierigkeiten mit Finn nachzudenken. Sie macht ihr klar, dass sie sich nicht zwischen der Liebe zu Dann und Finn entscheiden muss und nie das Gute übersehen soll.

„Die Sommer meines Lebens“ ist ein extrem berührendes Buch, eine wahre Gefühlsachterbahn für Ella, aber auch Kendra und den Leser.

Bewertung vom 07.01.2019
Tod am Aphrodite-Felsen / Sofia Perikles Bd.1
Kostas, Yanis

Tod am Aphrodite-Felsen / Sofia Perikles Bd.1


gut

Bonjour tristesse

... denkt Sofia, als sie in Kato Kautrafas ankommt. Das verwöhnte Diplomatentöchterchen sollte eigentlich als Junior Security Advisor im Innenministerium von Zypern arbeiten, aber durch eine politische Intrige landet sie als Junior Officer in diesem verfallenen Kaff. Es gibt nicht mal ein Polizeirevier, sondern nur einen versifften Container mitten auf dem Dorfplatz. Ihr Chef ist der abgehalfterten Chief Inspector Kostas Karamanalis, der den ganzen Tag säuft, raucht und spielt und sie so schnell wie möglich wieder loswerden will. „Glauben sie mir, hier in Kato Koutrafas ist jeder nur aus Versehen.“ (S. 26) Und während Sofia noch überlegt, wie sie in ihr altes Leben zurückkehren kann, stolpert sie über einen Autounfall mit 2 Toten, der ihrer Meinung nach keiner war ...

„Tod am Aphroditefelsen“ ist der erste Fall einer neuen Reihe um Sofia Perikles. Leider konnte er mich nicht durchgängig fesseln. Die ersten zwei Drittel des Buches wirken eher wie ein Reiseführer, als ein Krimi. Zypern und seine spezielle Stellung als zweigeteilte Insel werden aus verschiedenen Richtungen beleuchtet, dazu bekommt man Tipps zu Städten, Landschaften, Stränden, Sehenswürdigkeiten und den zyprischen Spezialitäten. Das ist zwar interessant, vor allem, wenn man so wie ich nichts über Zypern weiß, und die Fakten sind auch alle irgendwie in die Handlung eingebunden, aber es passiert einfach zu wenig. Dafür überschlägt sich die Handlung dann im letzten Drittel und nimmt extrem an Fahrt auf.

Mit Sofia bin ich nicht richtig warm geworden. Sie war mir zu Beginn sehr unsympathisch, überheblich und überkandidelt. Die Arbeit als einfache Polizistin und das Dorf sind unter ihrer Würde. Da macht sie doch lieber mit ihren reichen Freunden von früher ordentlich Party und schmachtet Christos an, den gutaussehenden Sohn ihrer Vermieter. Und urplötzlich ist sie dann eine engagierte, extrem kluge Ermittlerin, die als einzige merkt, was an dem Fall alles faul ist. Der Umbruch kam mir zu plötzlich und unmotiviert.
Dafür waren einige Nebenfiguren extrem liebenswert. Mir haben vor allem die 90jährige exaltierte Lady Georgia Gladstone gefallen, die ebenfalls vor Jahren in Kato Kautrafas „gestrandet“ ist und Sofia unter ihre Fittiche nimmt und die für den Fall verantwortliche ermittelnde Chief Inspectorin Charalambous, die Sophia unterstützt und fördert.

Der Fall führt Sofia in alle Ecken der Insel (auch in den türkischen Teil) und lässt sie tief in die Landespolitik und Immobilienspekulationen eintauchen. Sie muss sich gegen autoritäre Vorgesetzte zur Wehr setzen und löst den Fall letztendlich aufgrund ihrer Beziehungen. Dazu kommen private Verwicklungen wegen ihres Freundes Carl und Christos. Ist Sofia am Ende in Kato Kautrafas angekommen? Ich weiß es nicht, aber der nächste Fall wird es vielleicht zeigen.

Bewertung vom 06.01.2019
Unter uns nur Wolken
Pfeffer, Anna

Unter uns nur Wolken


ausgezeichnet

Ich kann mich nicht erinnern

... sagt Florian immer, wenn er wieder etwas angestellt hat und Tom ihn zur Rede stellt. Tom ist sein Enkel und kümmert sich um den an Alzheimer Erkrankten. Aber er schafft es nicht mehr allein, schließlich führt er eine Bar und muss auch irgendwann mal schlafen. Doch jede Pflegerin, die er einstellt, wird von Florian. vergrault
Anis Leben hat sich gerade komplett aufgelöst – ihr Freund verlässt sie für ihre beste Freundin, die Wohnung gehört ihm, Geld hat sie auch fast keins. Sie arbeitet zwar für ein online-Magazin, aber das Gehalt ist extrem mager und wird nur sporadisch gezahlt. Zufällig hört sie, wie sich 2 Frauen an einer Bushaltestelle über eine tolle Wohnung unterhalten - nur der Alte wäre nicht zumutbar.
Tom ist verzweifelt, weil niemand sonst die Stelle will und Ani hat keine Alternative, also versuchen sie es. Florian: „Sie könnte eine Massenmörderin sein, die alte Menschen ersticht.“ Ani: „Richtig, das könnte ich sein.“ Tom: „Vielleicht wünsche ich mir das sogar.“ (S. 30)

Tom und Ani haben mehr gemeinsam, als sie bei ihrer ersten Begegnung ahnen. Beide hatten keine Vorzeigeeltern. Die von Tom waren nur an ihrem Erfolg interessiert und froh, als er mit 4 Jahren von seinen Großeltern Greta und Florian aufgenommen wurde, die ihm ein liebevolles Zuhause boten, und Anis Mutter wurde bisher noch von jedem Mann verlassen. Sie hat sich nie um sie gekümmert, kreist nur um sich selbst und erpresst Ani moralisch.

Greta fehlt Tom und Florian seit ihrem Tod. Sie konnte mit Florians Erkrankung umgehen, hat das Beste in ihm zum Vorschein gebracht. Jetzt ist er starrsinnig, wird schnell wütend und gemein - aber manchmal auch hilflos wie ein kleines Kind. Vor allem Letzteres bricht Tom und bald auch Ani jedes Mal das Herz. Seine Aussetzer kommen immer häufiger, doch Florian will nicht auf Hilfe angewiesen sein – er will Greta zurück. „Manchmal vergesse ich ihr Gesicht. Aber ich habe noch nie das Gefühl vergessen, wie es war, in sie verliebt zu sein.“ (S. 201)
Darum macht er alles, um Ani zu vertreiben. Er ist so richtig fies zu ihr und bringt sie sogar beide in Gefahr: „Ihr Großvater braucht einen Therapeuten. Er ist ein Sadist, der es genießt, andere zu demütigen und ihnen Angst einzujagen.“ (S. 122)

Ich hatte Tom und Ani sofort in mein Herz geschlossen. Tom opfert sich komplett für Florian auf, alles steht hinter dessen Bedürfnissen zurück. Er hat kein eigenes Leben mehr, vernachlässigt seine Freunde und ist in der Bar auf seine Mitarbeiter angewiesen. Er weiß, dass Ani keinerlei Erfahrung in der Pflege hat und gibt ihr trotzdem eine Chance.
Ani ist intelligent und künstlerisch begabt, aber eine gebrochene Persönlichkeit, als sie bei ihnen einzieht. Sie verdrängt ihre Probleme und Gefühle schon ihr ganzes Leben lang. Sie funktioniert. Obwohl Florian sie immer wieder fertig macht, bleibt sie und wird dabei stärker, selbstbewusster, gibt ihm auch mal kontra.

„Unter uns nur Wolken“ ist eine wunderbar berührende Geschichte über das Älterwerden und Vergessen, über (Selbst-)Liebe und Selbsterkenntnis, die ich leider viel zu schnell ausgelesen hatte und die mich sehr nachdenklich zurückgelassen hat.

„Jemanden zu liebe heißt auch, ihn loszulassen, selbst wenn es schwer fällt.“ (S. 277)

Bewertung vom 28.12.2018
Mein Jahr zum Glück
Doyle, Hannah

Mein Jahr zum Glück


ausgezeichnet

Isobels Ja(hr)

„Neuer Anfang, neue Ideen, neue Energie!“ (S. 6) sagt sich Izzi (Isobel) jedes Jahr am 1.1. und macht eine Liste a la Bridget Jones in ihr Notizbuch, was sie in diesem Jahr alles nicht mehr machen will – um dann zu entdecken, dass die Liste fast identisch ist mit der vom letzten Jahr. Als sie das in der Redaktionskonferenz der Frauenzeitschrift erzählt, für die sie arbeitet, kommt ihre Chefin auf die Idee, dass Izzi in diesem Jahr „JA“ statt „NEIN“ sagen wird. Sie bekommt ihre eigene Artikelserie „Isobels Ja(hr)“, für die sie jeden Monat etwas Neues wagen und darüber schreiben muss. Wads das ist, dürfen die Leser entscheiden. Schon die erste Aufgabe „Neues Jahr, neuer Look, neues Leben.“ (S. 53) findet sie nicht wirklich toll - ihre blonde Mähne wird wieder in ihr natürliches „Kupferorange“ umgefärbt und ihr Kleiderschrank wird einem großen „Makeover“ unterzogen. So runderneuert, fällt sie endlich auch dem Bruder ihres Schwagers auf, den sie seit 3 Jahren anhimmelt. Entdeckt er jetzt sein Herz für sie?
Alle 12 Aufgaben bringen Izzi an ihre Grenze: sie muss u.a. live im Fernsehen auftreten, eine Social-Media-Pause machen, sich mit jemandem versöhnen oder ehrlich zu sich selbst / für sich selbst stark sein. Jede Aufgabe bringt sie weiter weg von ihrem alten Selbst zu einer neuen, verbesserten Version. Sie entdeckt völlig neue Seiten an sich und merkt, wo ihre (bisher ungeahnten) Stärken liegen. Am Ende des Jahres hat sich ihr Leben wirklich verändert.

Izzi ist eine sehr sympathische, menschliche Protagonistin, eine Frau mit Fehlern. So vernachlässigt sie z.B. ihre beste Freundin, als sie beruflich durchstartet und lässt sich viel zu oft von ihrer Mutter in ihr (Liebes-)Leben quatschen. Sie beneidet ihre ekelhaft perfekte, gutaussehende Schwester – ohne hinter deren Fassade zu schauen. Izzi hingegen ist mit ihrem Aussehen fast nie zufrieden (welche Frau ist das schon) und sieht Fehler an sich, die sonst niemand entdeckt. Die Herausforderungen öffnen ihr die Augen dafür, wie sie wirklich auf andere wirkt und dass die man die Liebe dort findet, wo man gar nicht sucht.

„Mein Jahr zum Glück“ ist das perfekte Kopfkino - sehr amüsant, überraschend und regt zum Nachdenken über das eigene Leben an. Stellenweise erinnert es an Bridget Jones – aber gerade das hat mir sehr gut gefallen. Ich könnte es mir ebenfalls gut als Film vorstellen.

Bewertung vom 22.12.2018
Florence
Brockmole, Jessica

Florence


gut

Roadtrip

Dezember 1952: Louise ist Schauspielerin in Hollywood – keine große Berühmtheit, sie spielt vor allem in Musicalfilmen, aber sie und ihr Mann Arnie können davon leben. Der ist war Drehbuchautor, wurde im Korea-Krieg verwundet und sitzt seitdem im Rollstuhl. Jetzt verbringt er seine Tage im abgedunkelten Schlafzimmer, hat keinen Lebenswillen mehr. Da erfährt Louise von einem Anwalt, dass sie die Alleinerbin der berühmten Drehbuchautorin Florence Daniels ist. In deren Wohnung findet sie neben wertvollen, zum Teil bisher unverfilmten Drehbüchern Fotos und ein Tagebuch ihrer Mutter. Louise ist verwirrt, ihre Mutter starb, als sie noch sehr klein war. Was verband die beiden Frauen? Doch statt nachzuforschen, fährt sie erst einmal nach Las Vegas, um eine weitere platte Komödie zu drehen, obwohl sie es nicht will. „Das ist vielleicht nicht die Karriere, die ich mir gewünscht habe, aber es ist wenigstens etwas. Zumindest einer von uns beiden muss doch etwas haben.“ (S. 57)

Im April 1926 fährt Florence von New Jersey nach Hollywood, um Drehbuchautorin zu werden. In letzter Minute begleitet ihre Freundin Ethel sie. Die wurde gerade von ihrem Mann Carl verlassen, er hat auch ihre kleine Tochter Louise mitgenommen. Ethel möchte ihn zurückgewinnen, auch wenn ihre Ehe keine leidenschaftliche war. Die Drei waren früher beste Freunde, aber nach Ethels und Carls Hochzeit hatte sich Florence zurückgezogen.

„Florence“ wird auf zwei Zeitebenen erzählt und ist ein sehr widersprüchliches Buch. An einigen Stellen hat es mich zu Tränen gerührt, an anderen blieb ich merkwürdig emotionslos und distanziert, obwohl gerade etwas Schreckliches passiert. Der Schreibstil hat für mich nicht immer zum Inhalt gepasst.

Ethel und Florence haben Geheimnisse voreinander, für die sie sich schämen und finden leider erst viel zu spät heraus, dass sie diese doch eigentlich teilen. Florence hat die letzten Jahre so gelebt, wie sie wollte – so frei wie möglich, ohne Mann oder Familie. Sie träumte schon immer davon, Drehbücher zu schreiben und riskiert jetzt alles dafür. Ethel ist das ganze Gegenteil, ein sehr vorsichtiger Mensch, angepasst. Sie will immer alles richtig machen und versteht nicht, dass ihr Mann sie verlassen hat – sie hat ja nichts falsch gemacht, es gab nie Streit, keine Meinungsverschiedenheiten. Sie ist sehr ängstlich und ich fand es toll, wie sie sich im Laufe der Reise entwickelt hat. Die Reise, das Zusammensein mit Florence, ihre Gespräche und Geständnisse machen sie mutig und frei: „Ich will mir keine Sorgen mehr machen, Flor. Ich will leben.“ (S. 245).

Louises Handlungsstrang fand ich sehr widersprüchlich. Sie fährt los um einen Film zu drehen, den sie eigentlich hasst. Dabei hat sie gerade geerbt, bräuchte das Geld also gar nicht so dringend. Hollywood und LA sind nicht besonders weit entfernt, trotzdem braucht sie mehrere Tage. Verfährt sich immer wieder, macht bald auch absichtlich Umwege. Denn wenn sie ehrlich ist, will sie gar nicht an- sondern ihrer Ehe, ihrem jetzigen Leben entkommen.

Das Buch ist ein bisschen Thelma und Louis, ein bisschen On The Road – aber für mich leider nichts Halbes und nichts Ganzes. Die Beschreibungen der Landschaften und Roadtrips der Frauen, ihre Entwicklungen haben mir gut gefallen, aber insgesamt hat es für mich nicht richtig funktioniert. Dazu kam ein zuckersüßes Ende, das nicht passte und welches es nicht gebraucht hätte.

Bewertung vom 21.12.2018
Roter Rabe / Max Heller Bd.4
Goldammer, Frank

Roter Rabe / Max Heller Bd.4


ausgezeichnet

Leichen pflastern seinen Weg

September 1951: Kaum ist Heller aus dem Ostseeurlaub zurück und hat Karin in den Zug nach Köln zu ihrem Sohn Erwin gesetzt, muss er sich um 2 obskure Todesfälle kümmern. Zwei Mitglieder der Zeugen Jehovas saßen wegen Spionage in U-Haft in getrennten Zellen und haben gleichzeitig auf eine sehr ungewöhnliche Art Selbstmord begangen. Die Russen machen jetzt die (deutschen) Wärter dafür verantwortlich. Hellers Vorgesetzter Niesbach hat Angst. „Wäre es Mord, müssten wir alle um unsere Posten fürchten ... Und um unsere Leben.“ (S. 21/21)

6 Jahre nach Kriegsende geht die Angst wieder um. Aus dem Ostsektor ist ein eigenständiger Staat geworden, die DDR, doch die Russen mischen sich immer noch in alles ein. Widerspruch wird nicht geduldet, alles und jeder kontrolliert. Dazu kursieren Gerüchte, dass die Amis etwas ganz Großes planen, um die Russen zu entmachten. Es wird getuschelt, die Atombombe, welche schon 1945 auf Dresden fallen sollte, wäre jetzt so weit ... Überall tauchen Flugblätter auf, in denen vor feindlichen Spionen und Abhöraktionen gewarnt wird.

Als Heller mit den Ermittlungen beginnt, taucht sein alter Freund Alexej Saizev wieder auf. Der hat ihn damals bei den Ermittlungen zum „Angstmann“ unterstützt, jetzt arbeitet er für den Geheimdienst MGB. Saizev macht ihm unmissverständlich klar, dass Heller zwar ermitteln darf, am besten aber zu keinem Ergebnis kommt, denn Saizev ist hinter „dem Amerikaner“ her, einem Topspion, vermutlich von der CIA. Die Russen nennen ihn „Woron“ (den Raben).
Doch nicht nur Saizev und Niesbach erschweren Hellers Ermittlungen. Der ehemalige Polizist Salbach ist jetzt Unterkommissar und neu in Hellers Team, aber sein Kollege Oldenbusch traut ihm nicht, hält ihn für einen Spion vom MfS (Ministerium für Staatssicherheit). Heller ist entsetzt: „Ich glaube, hier leiden alle unter Verfolgungswahn. Wo soll denn das hinführen, wenn jeder jedem misstraut?“ (S. 36)
Trotzdem ermittelt Heller rastlos und immer ratloser. Jeder Zeuge, den sie finden, hat plötzlich einen Unfall oder begeht Selbstmord. Er muss schneller werden. Was bzw. wer steht hinter allem? Woher hat derjenige seine Informationen? Ist es einer von ihnen? Worum geht es wirklich? „Ich habe den Verdacht, dass an dieser Sache mehr hängt als nur die üblichen Verdächtigen. Etwas soll hier geschehen. In dieser Stadt, Ich habe keine Ahnung, was.“ (S. 27)

Dazu kommen private Sorgen. Karin sollte ein Telegramm schicken, sobald sie in Köln angekommen ist, aber es kommt nie eins. Die Nachbarn werden komisch, die Kollegen fragen nach Karin. Kann es sein, dass sie wirklich einfach drüben bleibt? Ohne Heller? Ohne Anni?
Ihre Vermieterin Frau Marquardt ist extrem vergesslich und schusselig geworden. Plötzlich taucht eine entfernte junge Verwandte auf – Edeltraut Hermann. Heller hat ein komisches Gefühl.

Frank Goldammer schreibt wieder extrem fesselnd und legt ein unglaubliches Tempo vor. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die vielen Verdächtigen, die ganzen Toten (bei 8 habe ich aufgehört zu zählen), die Spitzel, die Frage, wer auf welcher Seite steht, schaffen eine ziemlich düstere Atmosphäre. „... der kalte Krieg ist viel schwieriger als der andere Krieg. Hier kämpft man an vielen Fronten und weiß nicht, ob der Feind wirklich Feind und der Freund wirklich Freund ist. Man darf niemandem Vertrauen schenken, man muss immer wachsam sein. Immerzu. Ohne Unterlass.“ (S.93)
Als gebürtige Dresdnerin kann ich mich noch gut an die Zeit erinnern, als man genau überlegen musste, gegenüber wem man was sagen durfte, konnte mich gut in Heller einfühlen, in seine Sorge, ob Karin wiederkommt. Und nicht zuletzt die Angst, was genau denn „die große Sache“ ist, die der Rabe plant – gruselig.

5 Sterne und meine unbedingte Leseempfehlung – ich bin schon sehr gespannt auf Hellers nächsten Fall.

Bewertung vom 18.12.2018
Das kleine Café in Kopenhagen
Caplin, Julie

Das kleine Café in Kopenhagen


ausgezeichnet

Einfach hyggelig

Kate arbeitet in einer der besten PR-Agenturen Londons fieberhaft auf ihre Beförderung hin, doch stattdessen bekommt diese ihr (daraufhin Ex-)Freund – weil er ein Mann ist und eine ihrer Ideen als seine verkauft hat. Leider kann Kate das nicht beweisen, aber sie bekommt noch eine Chance. Der dänische Kaufhausbesitzer Lars Wilders sucht eine Agentur, welche die PR für die Eröffnung seines Hygge-Kaufhauses in London macht. Kate kann sie den Auftrag wirklich an Land ziehen. Aber dann kommt der Haken an der Sache. Sie muss eine Pressereise organisieren – 6 Journalisten sollen 5 Tage lang Kopenhagen erkunden, um das Hygge-Gefühl selbst zu erfahren. Die Journalisten sind zum Glück relativ schnell gefunden, auch wenn einer von ihnen, Benedict Johnson, nur auf Zwang seines Chefredakteurs mitfährt. Allerdings machen sie es ihr nicht gerade leicht und benehmen sich zum Teil wie Kindergartenkinder. Doch zum Glück können Kopenhagen und Kate sie bald für sich einnehmen. Und nicht zuletzt hat auch Lars Wilders Mutter Eva mit ihrem Café Varme (Wärme) einen großen Anteil daran, dass die Reise doch noch ein Erfolg werden könnte ...

Hygge steht für „Wärme“, „Wohlbefinden“ und „Gemütlichkeit“ – genau diese Gefühle löst „Das kleine Café in Kopenhagen“ beim Lesen aus.

Kate ist eine echte Powerfrau und meint ihren Job zu lieben, bis sie zum ersten Mal Evas Café betritt. Auch deren Job ist zum Teil stressig, aber sie hat ihr Arbeitsumfeld gemütlich eingerichtet. Auch in der größten Hektik bleibt sie entspannt und gibt das an ihre Kunden weiter. Kate merkt schnell, der Unterschied liegt im Detail. Jeder Kaffee, jeder Snack wird liebevoll zusammengestellt, angerichtet und auf passendem Geschirr serviert und nicht in Pappbechern und Tüten serviert wie in London. Im Varme soll man sich heimisch und geborgen fühlen.

Das Hyggelige überträgt sich bald auch auf die Journalisten, einen sehr bunt zusammengewürfelten Haufen.
Die Livestyle-Bloggerin Fiona ist extrem schüchtern. Nur wenn sie fotografieren kann lebt sie auf und wird gesprächig. Dabei sind ihre Fotos richtig gut und begeistern die anderen Mitreisenden.
Avril steht für ein Morgenmagazin im Fernsehen vor der Kamera. Sie ist eine Diva, immer perfekt angezogen und geschminkt, dafür vernachlässigt sie ihr Privatleben.
Food-Journalistin Sophie von City-Zen richtet ihr Privatleben streng nach ihrem Freund aus, der seine Mutter pflegt.
Lokaljournalist David arbeitet im Home Office aus beim Evening Standard und kommt dadurch nie aus dem Haus. Er ist einsam, seine Sozialkontakte beschränken sich auf ein Minimum.
Eine echte Koryphäe, wenn es um Designermöbel geht, ist Conrad. Er schreibt für ein Hochglanz-Magazin und macht Kate bei der Reise neben Ben die größten Probleme.
Tja und Ben ... eigentlich ahnt man es ja sofort – was sich neckt, das liebt sich. Und die beiden scheinen sich sehr zu lieben, so wie sie sich immer in die Wolle kriegen, sehr zum Amüsement des Lesers, aber ich will hier nicht zu sehr vorgreifen.

Am Ende der Reise haben alle begriffen, dass man arbeitet, um zu leben und nicht lebt, um zu arbeiten. „Es geht nicht darum, woher man kommt, sondern darum, wohin man geht.“ (S. 206)

„Das kleine Café in Kopenhagen“ verbreitet eine tolle Stimmung und macht Lust auf eine Reise in die Stadt der kleinen Meerjungfrau.

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